Filmtipp: Victoria (schwieriger)

victoriaIn 140 Minuten durch die Berliner Nacht – eine aufregende Nacht mit Herzklopfen. Das erwartet die Zuschauer des Thriller-Dramas „Victoria“.

Die Handlung: Die Spanierin Victoria (Laia Costa) trifft nach einer Clubnacht in Berlin vier junge Männer, „echte Berliner“, wie sie sagen. Sie heißen „Sonne“, „Boxer“, „Fuß“ und „Blinker“. Victoria ist neu in der Stadt, froh über Bekanntschaften und schließt sich ihnen an. Sie verbringt mit ihnen Zeit am Kiosk, auf dem Dach eines Hochhauses, unterhält sich und lacht mit ihnen. Schließlich geht sie ins Café, in dem sie arbeitet. Einer der vier Männer, Sonne begleitet sie. Ihr Gespräch und Flirt endet, als Boxer aufgeregt hereinkommt. Man hat erfahren, dass er mal im Gefängnis war. Er bittet Sonne, mitzukommen. Der Zuschauer erfährt, dass er eine Schuld zu begleichen hat: Ein Mann, den er aus dem Gefängnis kennt, fordert von ihm, eine Bank zu überfallen. Er braucht dafür vier Männer. Fuß ist zu betrunken, um mitzumachen. Verzweifelt nehmen sie Victoria mit, die bereit zu helfen ist, obwohl sie nicht weiß, worum es geht. Bald erfährt sie, dass es um einen Banküberfall geht und dass sie den Wagen fahren soll. Angstvoll, aber mutig und gefasst macht sie mit. Die Nacht hat lustig und leicht begonnen, wird aber immer unheimlicher, gefährlicher und dramatischer.

„Victoria“ hat viele Zuschauer begeistert. Auf der 65. Berlinale, dem deutschen Filmfestival im Februar diesen Jahres, hat er einen Silbernen Bären erhalten und beim Deutschen Filmpreis mehrmals die „goldene Lola“. Der Film von Sebastian Schipper ist besonders: Er wurde in nur 140 Minuten gedreht, und zwar, ohne die Kamera abzusetzen und ohne ihn hinterher zu schneiden. Der Zuschauer hat das Gefühl, einen Dokumentarfilm zu sehen. Außerdem identifiziert er sich leicht mit den Charakteren, denn jede Person lernt er mehr oder weniger intensiv kennen und bekommt einen Einblick in seine Vergangenheit oder sein Seelenleben.

Im Interview mit der „Zeit Online“ sagte Sebastian Schipper, gerade das nicht Perfekte sei reizvoll und dass er „einmal radikal sein“ wollte. Er erzählte, dass viele Dialoge während des Drehs improvisiert worden seien und der Film dadurch wahrhaftig erscheine. Für den Film habe das Team drei Monate geübt und insgesamt drei Male gedreht. Der dritte Dreh sei überzeugend gewesen.

Den Film kann man in vielen Ländern ab September oder Oktober in den Kinos oder auf DVD sehen. Eine Übersicht über die Filmstarts findet man auf der Seite der Internet-Filmdatenbank IMBd.

Wörter:
Handlung, die=plot
Bekanntschaft, die; -en=acquaintance,s
anschließen, sich jmdm.=to join s.o.
erfahren=to learn
Schuld/eine Schule zu begleichen haben=to have to settle a debt
fordern=to demand
verzweifelt=deperately
gefasst=preparedly
unheimlich=scary
Zuschauer, die (Pl.)=audience
gedreht<-drehen=to shoot
absetzen=to put down
schneiden=to cut
Einblick, der; -e=insight
Seelenleben,das=inner life
reizvoll=appealing
Dreh, der=film shooting
wahrhaftig=genuine
überzeugend=convincing
Datenbank, die=database

Quellen:
http://goo.gl/QP0zB7
http://goo.gl/aJvu6v
http://www.kino.de/film/victoria-2015/
http://goo.gl/b1rkQe

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